Nicolaus-Cusanus-Gymnasium Bonn
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Auf Besuch beim Neandertaler

Schülerinnen und Schüler zu Besuch im LVR-Museum Bonn."Bitte erheben Sie sich." Desiré Struckhold, die den Leistungskurs Biologie der Q2 durch die Ausstellung führte, forderte alle auf, sich von ihren Sitzen zu erheben und sich respektvoll  um die Vitrine im ersten Stock  des LVR-Museums Bonn zu versammeln. "Sie befinden sich hier an einer letzten Ruhestätte, an einem Grab so zusagen." Ein Grab im LVR? Das mag zuerst etwas befremdlich klingen, trifft aber durchaus zu, denn in der Vitrine befinden sich die original Knochen eines Menschen, der seiner Art den Namen gab: Homo sapiens neandertalensis oder kurz Neandertaler.

Er lebte vor ca. 42.000 Jahren. Sein Skelett wurde 1856 in romantischen Neandertal (bei Düsseldorf) in einer Höhle entdeckt und sorgte für eine kontroverse Diskussion.

Um diese Auseinandersetzung zu verstehen, nahm Desiré Struckhold die Schüler und Schülerinnen am Mittwoch den, 11. Januar 2017 mit auf eine Zeitreise in das 19. Jahrhundert. Das Weltbild war damals geprägt von religiösen Glaubensvorstellungen. Es herrschte der Gedanke vor, dass Gott die Welt in einem Schöpfungsakt geschaffen hat. Darwin veröffentlichte seine Thesen zur Evolutionsbiologie erst zwei Jahre später.

Und so hielt man den Fund erst für einen napoleonischen Soldaten, der sich im Tal versteckt hatte und dort gestorben war. Der Lehrer Carl Fullrat identifizierte dieses Skelett als eines von einem Menschen, der anders war als der heutige. Er war überzeugt, dass es sich um eine andere Menschenart handelte. Eine unvorstellbare Hypothese in dieser Zeit, die eine immense Diskussion hervorrief. Der berühmte Anatom Rudolf Virochow hielt dagegen, dass es sich bei dem Skelett um eine Deformation, um eine Fehlbildung eines Menschen unserer Art handele.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Funden dieses Skeletttyps und es ist klar, dass es sich um eine weitere Menschenart handelt. Kennzeichnend für den Schädel des Neandertalers ist die flache, fliehende Stirn, die nur zwei Finger breit ist im Gegensatz zu der unsrigen, die vier Finger misst. Außerdem hat er kein ausgeprägtes Kinn, dafür aber sehr stark hervortretende Augenbraunwülste, die beim modernen Menschen nahezu verschwunden sind. Betrachtet man die Rekonstruktion seines Schädels mit einer Haut-, Augen- und Haarnachbildung, fallen diese spezifischen Merkmale kaum auf. Insgesamt war der Neandertaler etwas kleiner als der moderne Mensch und er hatte einen gedungeneren Körperbau, wie man an seinen Knochen ablesen kann.

Aber die Knochen verraten mehr: An ihrer Collagenstruktur lässt sich ablesen, dass auf dem Speiseplan des Neandertalers hauptsächlich Fleisch stand (bis zu 98 Prozent). Er betrieb auch Zahnpflege, was Kratzspuren von "Zahnstochern" am Gebiss belegen. Die Neandertaler lebten in kleinen sozialen Verbänden. Wie die Knochen das verraten? Der Mann hatte einen gebrochenen Arm, der falsch zusammen gewachsen war. Er war jagdunfähig. Den Bruch muss er sich in einem Alter von ca. 20 Jahren zugezogen haben. Aber er erreichte ein Alter von ca. 40-50 Jahren. Somit muss seine Gruppe ihn mitversorgt haben. Sie hat ihn sogar begraben, was auf religiöse Vorstellung hindeutet.

Im weiteren Verlauf der Führung erfuhren die Biologiekurse (Biologie GK am Freitag, den 13.01.2017), dass beide Menschenarten ca. 10.000 Jahre neben einander koexistiert haben, dass es sogar Vermischungen zwischen diesen Arten gab. Unser Genom enthält heute ca. 4 Prozent Neandertaler-DNA. Auch werden die beiden Spezies in den Gesamtkontext der Primatenevolution eingeordnet. An einer großen Projektion können die Wanderbewegungen der verschiedenen Spezies verfolgt werden. Die Schädelgalerie zeigt die Evolutionstrends von den affenartigen Verwandten bis zum modernen Homo sapiens sapiens. Auch die Entwicklungsgeschichte zum aufrechten Gang und der Werkzeuggebrauch werden anschaulich dokumentiert.

Schülerinnen und Schüler zu Besuch im LVR-Museum Bonn.Am Ende der Führung erwartete den Kurs noch ein echtes Highlight im Museum. Ein seltener Fund der Altsteinzeit aus Andernach wurde im Museum rekonstruiert: ein Zelt aus Holzstämmen, Tierhäuten und Schieferplatten mit Kochstelle. In der Altsteinzeit lebten unsere Vorfahren noch als Nomaden in Kleingruppen. Aber für den Transport war diese Zeltkonstruktion viel zu schwer. Es diente als Basislager. Hier trafen die unterschiedlichen Gruppen aufeinander. Es wurde gehandelt, sich ausgetauscht und ein entsprechender Partner/Partnerin gefunden. Dass dies durchaus seine Reize hat, konnten die Schülerinnen und Schüler erfahren: Sie nahmen Platz im Zelt und saßen in gemütlicher Runde um die Kochstelle.

Text und Fotos: S. Kunze

   

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